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Aktueller Absturz, Schlamperei, Ultraleichtflugzeug, Ursache

Spekulationen über (Selbst-)Morde

04.05.12 | Comment?

Gelegentlich werden mysteriöse Abstürze mit Theorien über Suizid abgetan oder noch abenteuerlichere Thesen geäußert. An Abstürzen sind natürlich immer die Piloten schuld, die Fehler machen, nie die UL-Flugzeuge oder deren Prüfer oder Zulassende.
Die Tatsache, dass nahezu kein am Markt befindliches “UL” den gesetzlichen Vorgaben genügt, scheint niemanden zu interessieren.
Inzwischen spekuliert die BILD-Zeitung über diesen “UL”-Absturz im Bodensee bei Bregenz.
“Georg Fessler, Betriebsleiter des Flugplatzes Hohenems, auf dem  die Tecnam 92 am Freitag gestartet war, sagte jetzt: „Ich glaube, dass  der Passagier unseren Piloten flugunfähig gemacht und den Steuerknüppel  ganz nach vorn gedrückt hat.“”
Auch seriöse Medien nehmen diese Räuberpistole ernst.Das ist nicht nur verantwortungslos, sondern erinnert an die gewohnten Verschleierungsstrategien. Wie hätte denn der Fluggast wissen können, daß auch das Rettungsgerät nicht zulassungsfähig war und nicht bestimmungsgemäß funktionieren konnte? Wusste der Pilot vom Leergewicht und den eingeschränkten Flugleistungen und von dem nichtzulassungsfähigen Rettungsgerät?
Wir halten uns an Fakten:
Der Flieger
- war für ein UL zu schwer (ca. 350 kg Leergewicht),
- konnte die bauvorschriftsgemäßen Flugleistungen nie erbringen,
- hatte ein nicht zulassungsfähiges Rettungsgerät (die Schirmentfaltung erfolgt zu spät)
und kam trotzdem in Verkehr.
Zulassende und Prüfer haben offensichtlich falsch beurkundet, wie in tausenden weiteren Fällen.
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