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Zum Absturz des EUROSTAR bei Melle von letztem Sonntag

04.24.10 | 1 Comment

Letzte Woche verunglückten zwei Menschen tödlich mit einem EUROSTAR bei Melle. Hier ein Zeitungsbericht zur laufenden Untersuchung.

War die EUROSTAR zulassungsfähig?

Die Schweizer Behörde für Flugunfalluntersuchungen hatte in ihrem Untersuchungsbericht vom 20.10.2009 betreffend eines anderen in 2006 abgestürzten EUROSTAR (wie hatten berichtet) erhebliche Zweifel an der deutschen Musterzulassung geäußert. Die Eidgenossen dürften sich wohl gefragt haben, ob die deutsche Zulassungsbehörde überhaupt eine Zulassung hätte aussprechen dürfen, hätte man pflichtgemäß Zulassungsunterlagen geprüft. Die Schweizer BfU stellte fest, daß die Konstruktion der Flügelaufhängung die Festigkeitsanforderung der deutschen Vorschrift LTF-UL nicht erfüllt.

Fragen:

Wieso reagiert das DAeC- Luftsportgerätebüro erst so spät?
Wieso werden Fluggeräte mit konstruktiven Mängeln zugelassen?
Wieso dürfen betroffene Fluggeräte mit solchen Mängeln überhaupt noch fliegen?
Wäre der für zwei Flieger tödlich endende in Absturz in Spenge bei Melle vermeidbar gewesen?

Dann folgte am 10.02.2010 eine technische Mitteilung des DAeC- Luftsportgerätebüros:
Hier sind die „zusätzlichen Hinweise“ erstaunlich:

Zusätzliche Hinweise:
Auf Veranlassung der ursprünglich zulassenden Behörde CZ-LAA wurden umfangreiche neue Berechnungen gefordert und von unabhängigen Instituten zu den Lasten an Flügel und Hauptholm durchgeführt. Hierbei wurden die Lasten innerhalb der geforderten Sicherheiten bestätigt. Diese Berechnungen erfüllen die zugrunde liegen- den Forderungen der LTF-UL-2003.

Alle Lastannahmen sollen innerhalb der geforderten Sicherheiten bestätigt sein.

Fragen:

Wie ist das möglich?
Wozu dann noch eine LTA?

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