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BFU, DAeC, DULV, Ultraleichtflugzeug

Flugbetrieb von Ultraleichtflugzeugen mit nicht zugelassenen Rettungsgeräten

04.23.10 | Comment?

Wie berichteten über den UNFALL IM APRIL 2008, VL-3D1 SPRINT, wobei im verlinkten Untersuchungsbericht der BFU folgendes Statement des Herstellers wiedergegeben wurde:

„Der Hersteller gab an, dass zur Zulassung des Rettungsgerätes entgegen der Lufttüchtigkeitsforderungen für Rettungsgeräte für Ultraleichtflugzeuge (LTF 99) andere Prüfverfahren auf Forderung des DULV angewandt wurden. Die nach der LTF 99 geforderten Testausschüsse bei 45 km/h Anströmungsgeschwindigkeit erfolgten nicht. Stattdessen wurden die Raketenausschüsse bei einer Anströmgeschwindigkeit von 120 km/h durchgeführt.“

Das verwendete Rettungsgerät in dem verunfallten Ultraleichtflugzeug wurde also nicht nach den gültigen Bauvorschriften für Rettungsgeräte zugelassen.

Kurz nach Veröffentlichung des Untersuchungsberichtes der BfU wurden Sicherheitsmitteilungen über die Rettungsgeräte der mit hoheitlichen Aufgaben beliehenen Verbände des DAeC e.V. und des DULV e.V. herausgegeben.

Aufgrund dieser Sicherheitsmitteilungen ist daher anzunehmen, dass auch die Rettungsgeräte zumindest der genannten Hersteller nicht ordnungsgemäß zugelassen wurden.

Frage: Dürfen Ultraleichtflugzeuge derzeit nach den gültigen Bauvorschriften überhaupt betrieben werden, wenn die Anforderung einzelner Bauteile nicht erfüllt sind?

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