Ein Gyrokopter stürzte gestern bei bestem Flugwetter beim Landeanflug auf den Flugplatz Elchingen ab. Der Traghubschrauber des Herstellers Birkner fiel aus relativ geringer Höhe auf die geteerte Landebahn, fing Feuer und brannte vollständig aus. Der Pilot erlitt schwere Verbrennungen und starb an der Unfallstelle, meldet die Schwäbische Zeitung.
Schlagwörter:
Birkner
Gelegentlich werden mysteriöse Abstürze mit Theorien über Suizid abgetan oder noch abenteuerlichere Thesen geäußert. An Abstürzen sind natürlich immer die Piloten schuld, die Fehler machen, nie die UL-Flugzeuge oder deren Prüfer oder Zulassende.
Die Tatsache, dass nahezu kein am Markt befindliches “UL” den gesetzlichen Vorgaben genügt, scheint niemanden zu interessieren.
“Georg Fessler, Betriebsleiter des Flugplatzes Hohenems, auf dem die Tecnam 92 am Freitag gestartet war, sagte jetzt: „Ich glaube, dass der Passagier unseren Piloten flugunfähig gemacht und den Steuerknüppel ganz nach vorn gedrückt hat.“”
Auch seriöse Medien
nehmen diese Räuberpistole ernst.Das ist nicht nur verantwortungslos, sondern erinnert an die gewohnten Verschleierungsstrategien. Wie hätte denn der Fluggast wissen können, daß auch das Rettungsgerät nicht zulassungsfähig war und nicht bestimmungsgemäß funktionieren konnte? Wusste der Pilot vom Leergewicht und den eingeschränkten Flugleistungen und von dem nichtzulassungsfähigen Rettungsgerät?
Wir halten uns an Fakten:
Der Flieger
- war für ein UL zu schwer (ca. 350 kg Leergewicht),
- konnte die bauvorschriftsgemäßen Flugleistungen nie erbringen,
- hatte ein nicht zulassungsfähiges Rettungsgerät (die Schirmentfaltung erfolgt zu spät)
und kam trotzdem in Verkehr.
Zulassende und Prüfer haben offensichtlich falsch beurkundet, wie in tausenden weiteren Fällen.
Schlagwörter:
P92
Abstürze am 30.03.2012
Absturz am 31.03.2012
Absturz am 01.04.2012
Abstürze am 03.04.2012
Zwei weitere Tote kamen in einer weiteren “Sting” von “TL Ultralight” um.
Die
Unfallhistorie dieses Musters beeindruckt umso mehr, wenn man die Unfälle hinzuzählt, die als “TL 96 Sting” geschahen (als die Sting 2000 in Deutschland unzulässigerweise zugelassen wurde). Wir sind noch immer gespannt auf den BFU-Untersuchungsbericht zum zweifach-tödlichen Unfall vom 02.08.2011 bei Rothenburg o.d.T. Ob hier z. B. die falschbeurkundeten Wägeberichte oder das nicht zulassungsfähige Rettungsgerät thematisiert werden?
Schlagwörter:
Kappa,
RANS,
Sting,
Zenair
Zum Auftakt der diesjährigen Flugsaison verunglückten wieder etliche “Ultraleichtflugzeug”-Piloten.
Absturz am 23.03.2012
- Am 23.03.12 starben zwei Menschen in einer unzulässig schweren Tecnam P92, als diese in den Bodensee stürzte.
- Wieder verunglückte ein überaus erfahrener Pilot. Ob er das wahre Gewicht der Unglücksmaschine kannte?
Absturz am 24.03.2012
- Am 24.03.12 krachte ein Tragschrauber MT03 in den Hof eines Gebäudes bei Weilerswist-Müggenhausen, beide Insassen wurden schwer verletzt. Eine Anwohnerin erlitt einen Schock.
Wann endlich wird die Zulassung dieses Gyrokopters gerichtlich aufgearbeitet?
Abstürze am 25.03.2012
- In den USA kam ein Pilot mit einer Allegro mit nur leichten Verletzungen davon. Auch dieses Flugzeug wurde aufgrund der falschen deutschen Zulassung in den USA vereinfacht zugelassen.
- Weiter stürzte ein Skyranger in den USA ab, die Insassen konnten den auf dem Kopf liegenden Flieger selbst verlassen.
- Unverletzt entstiegen die Insassen einer Zenair 601 Zodiac nach einer Bruchlandung. Auch dieses an sich nicht zulassungsfähige “Ultraleichtflugzeug”-Muster hat eine bewegte Unfallhistorie.
- Eine Alpi Pioneer 200 bohrte sich in England in den Boden. Der verletzte Pilot wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Hospital gebracht.
Absturz am 26.03.2012
Schlagwörter:
Allegro,
Alpi Pioneer 200,
AvD Mk IV,
MT03,
Skyranger,
Tecnam P92,
Zenair 601 Zodiac
Bei Geisenberg sind letzte Woche beim Absturz eines FK 14-Ultraleichtflugzeugs wieder sind zwei erfahrene Piloten ums Leben gekommen.
Wieder ermittelt die BFU. Wieder ist die ermittelnde Staatsanwaltschaft überfordert und vertraut auf BFU-Sachverständige (die für Todesermittlungsverfahren gar keinen gesetzlichen Auftrag hat).
Wieder wird kein Wort über möglicherweise falsch beurkundete Wägeberichte und die mehr als seltsamen Genehmigungsprozeduren für dieses überschwere UL-Muster in den BFU-Berichten gefunden werden.
Der auf den Bildern erkennbare Packschlauch legt neuerliches Versagen der Rettungsgeräte nahe, die bekanntlich(?) auch nicht den rechtsgültigen Bauvorschriften entsprechen.
Wann endlich kehrt in dieser Szene Rechtsstaatlichkeit ein?
Ist noch nicht genug Blut geflossen?
Schlagwörter:
FK 14
In Hessen sind am Samstag bei Cölbe zwei erfahrene Piloten einer Liberty tödlich verunglückt. Das Flugzeug stieg aus unbekanntem Grund senkrecht auf und stürzte dann im Trudelflug ab.
Bedenklich beim Modell Liberty ist die Platzierung des Tanks im Cockpit, was im Widerspruch zu einer Warnung des Verbandes der Luftfahrtsachverständigen steht. Der Tank befindet sich bei der Liberty direkt hinter den Cockpitsitzen. Bei einer Bruchlandung wird durch den leicht entflammbaren Treibstoff die Überlebenschance geschmälert.
Schlagwörter:
Liberty XL-2
An französischen Flughäfen scheinen ähnliche Verhältnisse zu herrschen wie in der deutschen UL-Szene …
Auch drei Monate nach dem Absturz bei Korbach hat die BFU keine Theorie zum Absturz zu bieten. Und das, obwohl man dort regelmäßig dieses Blog hier liest …
Mal wieder ein Motorstreik.